17. 05. 2026
Build´n Green
Nachhaltigkeit als Standard: Unser Rückblick auf die Build’n Green 2026 in Wien
Hinter uns liegen zwei intensive Tage in Wien. Die Build’n Green 2026 hat sich Ende April als der zentrale Treffpunkt für die internationale Nachhaltigkeits-Community etabliert. Dass Kreislaufwirtschaft im Bauwesen längst keine Nische mehr ist, unterstreichen die nackten Zahlen der Veranstaltung eindrucksvoll:
- Über 1.200 Teilnehmer/innen aus mehr als 80 Nationen.
- Rund 900 gezielte B2B-Meetings, die zeigen, wie hoch der Bedarf an konkreten, grünen Lösungen ist.
- Ein klarer Fokus auf die vier Säulen der Nachhaltigkeit: Ressourcen, Planung, Betrieb und – besonders wichtig für uns – der Rückbau und die Wiederverwertung.
Für Electro Terminal war die Messe die ideale Plattform, um aufzuzeigen, dass Verbindungstechnik ein entscheidender Hebel für ökologisches Bauen ist.
Drei Lösungen für den grünen Fußabdruck
Wir haben unseren Fokus in Wien auf Produkte gelegt, die ökologische Verantwortung nicht nur versprechen, sondern technisch einlösen.
1. SLK 3 CLEAR RANGE®: 89 % Nachhaltigkeit im Gehäuse
Unsere SLK 3 CLEAR RANGE® setzt neue Maßstäbe in der Materialwahl. Das Gehäuse besteht zu 89 % aus nachhaltigen Materialien. Zudem verzichten wir konsequent auf persistente UV-Stabilisatoren. Der Clou für die Baustelle: Die volle Transparenz erlaubt eine sofortige Sichtkontrolle. Das verhindert Installationsfehler, reduziert Ausschuss und sichert die Langlebigkeit der gesamten Elektroinstallation. Außerdem lässt sich die SLK 3 CLEAR RANGE® am Ende ihrer Lebensdauer komplett in ihre Einzelteile zerlegen, ein weiterer Pluspunkt beim Recycling.
2. SLC CLEAR RANGE® für OEMs: Transparente Ressourceneffizienz
Was die Materialinnovation angeht, steht die SLC CLEAR RANGE® der SLK-Serie in nichts nach. Konzipiert für den Klemmbereich von 0,14 – 4 mm², bedient sie präzise die Anforderungen in vielen Industriezweigen, u.a. natürlich auch der Leuchten- und Hausgerätefertigung. Die Kombination aus hoher Materialbeständigkeit und transparenter Gehäuseoptik unterstützt eine fehlerfreie Installation und zahlt direkt auf die Nachhaltigkeitsbilanz Ihrer Projekte ein.
3. MICROCON SMD: Materialökologie im Miniaturformat
Die MICROCON SMD beweist, dass technische Höchstleistung und ökologische Verantwortung auf kleinstem Raum zusammenpassen. Unser Fokus liegt hier auf einem optimierten Rohstoffeinsatz bei maximaler Lebensdauer:
Grüne Material-Innovation: Das Gehäuse besteht zu 48 % aus nachwachsenden Rohstoffen (keine Nahrungsmittelkonkurrenz) – komplett frei von Halogenen, Phosphor oder bedenklichen SVHC-Stoffen.
Regionale Wertschöpfung: Mit 50 % Recycling-Kupfer von europäischen Lieferant/innen und der Fertigung direkt in Innsbruck garantieren wir kürzeste Transportwege und höchste Präzision.
Ganzheitlicher Ansatz: Wir verzichten auf unnötige Kunststoffverpackungen und setzen bei unseren SMD-Spulen auf einen Recyclinganteil von 30 %.
So verbinden wir technische Exzellenz mit einem minimalen ökologischen Fußabdruck.
Vom Bauteil zur Kreislaufwirtschaft
Die Gespräche in Wien haben bestätigt: Die Branche sucht Partner/innen, die den gesamten Lebenszyklus im Blick haben. Unsere Klemmen sind so konzipiert, dass sie auch nach Jahrzehnten sicher funktionieren und am Ende der Gebäudenutzung sortenrein getrennt werden können.
Sie konnten nicht dabei sein?
Alle technischen Details und Nachhaltigkeitszertifikate zu unseren Messe-Highlights finden Sie auf unserer Website.
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Vielen Dank an die WKO und alle Partner/innen für diesen inspirierenden Austausch. Wir freuen uns darauf, die in Wien angestoßenen Projekte gemeinsam mit Ihnen umzusetzen.
Welcher Aspekt der Kreislaufwirtschaft ist für Ihre kommenden Projekte die größte Herausforderung? Lassen Sie uns darüber sprechen!
office@electroterminal.com
Persönlicher Nachklang zum Rahmen-programm der WKO
Rosa Maria, Reinhard und Andreas hatten im Zuge der Messe Build’n Green in Wien noch die Gelegenheit, Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und barrierefreies Bauen aus einer sehr praktischen Perspektive zu erleben.
Der erste Programmpunkt führte unser Team zu Saubermacher. Das österreichische Familienunternehmen wurde 1979 gegründet und verfolgt mit seiner Vision „Zero Waste“ das Ziel, möglichst viele Wertstoffe wieder in den Kreislauf zurückzuführen. Saubermacher wurde bereits mehrfach international für sein Nachhaltigkeitsengagement ausgezeichnet.
Auf dem Recyclinghof in Wien wurde schnell deutlich, dass gewissenhaftes Recycling nicht nur von Technologie lebt, sondern nach wie vor viel Erfahrung, Aufmerksamkeit und auch Handarbeit erfordert. Zwischen Sortierung, Baggerarbeit und Materialprüfung wurde sichtbar, wie anspruchsvoll es ist, Wertstoffe richtig zu trennen und für eine weitere Nutzung vorzubereiten. Gleichzeitig war es toll zu sehen, wie Saubermacher auch in dieser Branche neue Wege denkt, um Recycling für Bevölkerung und Unternehmen einfacher, schneller und transparenter zu machen.
Nach dieser Führung ging es weiter ins Österreichische Parlament. Dort stand eine Frage im Mittelpunkt, die besonders gut zum Thema der Messe passte: Wie kann ein historisches, denkmalgeschütztes Gebäude so saniert werden, dass es heutigen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Barrierefreiheit gerecht wird?
Das Parlamentsgebäude wurde zwischen 2018 und 2022 umfassend saniert und im Jänner 2023 wiedereröffnet. Ziel war es, die historische Substanz zu erhalten und das Haus zugleich moderner, offener und zugänglicher zu machen. Besonders positiv in Erinnerung geblieben ist, dass Barrierefreiheit hier nicht als reine Pflicht verstanden wurde, sondern als Teil eines offenen Hauses für alle Bürgerinnen und Bürger.
Dieser Gedanke verbindet die beiden Stationen des Rahmenprogramms sehr schön: Nachhaltigkeit beginnt nicht erst bei großen Konzepten, sondern dort, wo Ressourcen bewusster genutzt, Gebäude zukunftsfähig gemacht und Zugänge für möglichst viele Menschen geschaffen werden.
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